Verein

Jah­res­be­richt 2025

Auf­bruch, Wei­ter­ent­wick­lung und per­sön­li­che Ver­än­de­run­gen

Liebe Vereinsmitglieder

Die Anpassung an eine sich immer schneller wandelnde Welt erfordert kontinuierliche Weiterentwicklung – sowohl von uns persönlich als auch von unseren Organisationen. Das Jahr 2025 war für «Das Beste der Region» in dieser Hinsicht besonders prägend. Mit der Einführung der Option «Zertifizierung von Regionalprodukten ohne Regionalmarke» konnten wir einen zentralen Bestandteil unseres Strategieprozesses erfolgreich umsetzen. Zudem haben wir die Arbeiten am neuen, transparenteren Finanzierungssystem abgeschlossen, welches wir an der DV 2026 präsentieren werden.

Mit diesen Schritten ist die Weiterentwicklung jedoch nicht beendet – sie bleibt ein dauerhafter Prozess. Sicher ist aber, dass wir damit wichtige Grundlagen geschaffen haben, auf denen die Weiterentwicklung der Regionalprodukte, der Regionalmarken und von «Das Beste der Region» künftig noch gezielter vorangetrieben werden kann.

Auch für mich persönlich steht eine Veränderung an. Nach über zehn Jahren im Vorstand von «Das Beste der Region» und vier Jahren als Präsident ist für mich der Moment gekommen, weiterzuziehen. Ich werde mich gerne an die vielfältige Zusammenarbeit mit euch Regionalmarken sowie an die anregenden Diskussionen erinnern, die wir miteinander führen durften. Es war stets spürbar, mit wie viel Leidenschaft ihr euch für eure Regionalprodukte und -marken einsetzt – und entsprechend leidenschaftlich wurde auch diskutiert und manchmal sogar gestritten.

Wichtig bleibt dabei immer, den Fokus zu bewahren und das gemeinsame Ziel im Blick zu behalten: die Steigerung der Wertschöpfung für die Produzentinnen und Produzenten. Für euren weiteren Weg und die kommenden Entwicklungen wünsche ich euch viel Leidenschaft, Freude und vor allem Erfolg.

Grund­la­gen für ei­ne er­folg­rei­che Zu­kunft

Im Jahr 2025 haben wir wichtige strukturelle und organisatorische Weichen gestellt, um die langfristige Entwicklung unseres Vereins zu sichern. Zwei zentrale Projekte standen dabei im Fokus: das neue Reglement für Lizenznehmer ohne Regionalmarke sowie die Entwicklung eines einfacheren und faireren Finanzierungsmodells. Beide Initiativen schaffen klare und verlässliche Rahmenbedingungen und stärken unsere Handlungsfähigkeit für die kommenden Jahre.

Mit dem neu erarbeiteten Reglement für Lizenznehmer ohne Regionalmarke konnten wir eine wesentliche Grundlage schaffen, um bisher unerschlossene Regionen besser abzudecken. Dieses Reglement ermöglicht es uns, Produzent:innen und Betriebe in Gebieten einzubinden, in denen noch keine Regionalmarke etabliert ist. Dadurch stärken wir sowohl unsere Präsenz als auch die regionale Wertschöpfung.

Gemeinsam mit den Regionen haben wir zudem ein Finanzierungsmodell entwickelt, das einfacher, gerechter und weniger abhängig von Bundesgeldern ist. Diese Unabhängigkeit ist zentral, um flexibel auf Veränderungen reagieren und den Verein langfristig stabil aufstellen zu können. Das neue Modell verteilt die Kosten nachvollziehbar und solidarisch, stärkt die regionale Mitverantwortung und schafft eine faire Basis für die kommenden Jahre.

Erfreulicherweise konnte das Jahr mit einem sehr positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Dieser Gewinn ist hauptsächlich auf eine Anpassung des Tarifreglements zurückzuführen. Die dadurch erzielten Mehreinnahmen werden wir 2026 wiederum gezielt in unsere Regionen und Produzenten investieren. Wie Andreas Wyss oben erwähnt, ist die Entwicklung unseres Vereins jedoch noch nicht abgeschlossen. Die gute Ausgangslage gilt es zu nutzen – und wir geben weiterhin Vollgas für unsere Regionen und Produzenten.

Einen besonderen Dank möchte ich unserem scheidenden Präsidenten Andreas Wyss aussprechen. Die Zusammenarbeit war von Anfang an hervorragend. Ich konnte mich jederzeit auf ihn verlassen und seine Unterstützung stets spüren.
Herzlichen Dank, lieber Andreas, für deinen unermüdlichen Einsatz für unseren Verein und für die Regionalprodukte!

Zusätzlich möchte ich auch meiner Mitarbeiterin Lisa La herzlich danken. Ihre engagierte, zuverlässige und stets hochwertige Arbeit schätze ich sehr – sie trägt wesentlich dazu bei, dass wir unsere Aufgaben erfolgreich meistern können.

Zer­ti­fi­zier­te Pro­du­ke

Anzahl zertifizierte Produkte, Lizenznehmer*innen per Ende 2025:

  • 9'040 Produkte
  • 911 Lizenznehmer*innen 
  • 16 Regionalmarken im 2025

Saisonalität: Ein starker Weg zur Nachhaltigkeit

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Fi­nanz­zah­len 2025

Die Erfolgsrechnung und Bilanz zum Geschäftsjahr 2025 stehen hier zum Download bereit:

Mar­ke­ting & Kom­mu­ni­ka­ti­on

Im Geschäftsjahr 2025 stellten wir einen grossen Teil unserer Kommunikation unter das Jahresmotto Saisonalität. Ziel war es, der Bevölkerung aufzuzeigen, welche Vielfalt saisonaler Produkte unsere Regionen bieten und wie viel Qualität in der saisonalen Auswahl steckt. Wir wollten nicht nur informieren, sondern das saisonale Erleben aktiv fördern – Monat für Monat.

Über das gesamte Jahr hinweg publizierten wir monatlich ein saisonales Rezept, das wir crossmedial über unsere Kanäle – Webseite, Newsletter, Facebook und Instagram – verbreiteten. Diese Inhalte erzielten eine hohe Reichweite und stärkten das Bewusstsein für saisonale Ernährung und regionale Wertschöpfung. Ergänzend dazu gestalteten und veröffentlichten wir einen Saisonkalender, der eine klare Übersicht über saisonale Früchte und Gemüse bot und sich zu einem beliebten Informationsinstrument entwickelte.

Ein Höhepunkt des Jahres war zweifellos unsere Teilnahme an der BEA 2025 in der neuen Festhalle, deren Konzeption und Vorbereitung einen wesentlichen Teil unserer Arbeit prägten. In enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern konnten wir dort die Vielfalt der Regionalprodukte erlebbar machen und das Thema Saisonalität prominent ins Zentrum stellen. Auch an der LUGA waren wir mit einem gelungenen Auftritt präsent.

Um die nationale Basiskampagne des Vereins Schweizer Regionalprodukte (VSR) bestmöglich zu unterstützen, intensivierten wir in unserem Gebiet die Paid Ads und steigerten so die Sichtbarkeit unserer Regionalprodukte weiter. Ergänzt wurde dies durch eine umfangreiche Produktion organischer Inhalte wie Fotos, Geschichten, Produzentenporträts und Reels, in denen wir aufzeigten, wie Produzenten arbeiten, ernten, verarbeiten und leben.

Mit diversen Inseraten und Berichten, mit dem Berner Oberland-Pass, mit unserem Netzwerk-Mailing sowie mit dem stets beliebten Adventskalender konnten wir zusätzliche Sympathiepunkte gewinnen.

In Zusammenarbeit mit dem Trägereverein Culinarium und dem VSR konnte zudem eine Partnerschaft mit der B2B-Plattform Mercanto aufgegleist werden, welche den Absatz von regionalen Produkten im Gastro- und Hotellerie-Bereich fördert.

Dank dieser Kombination aus digitalen und analogen Massnahmen gelang es uns, die Relevanz von Saisonalität und Regionalität zeitgemäss, erlebbar und authentisch zu vermitteln und gleichzeitig unser Netzwerk und unsere Community nachhaltig zu stärken.

Ak­ti­vi­tä­ten in den Re­gio­nen

Unsere 16 Regionalmarken zeigten 2025 ein beeindruckendes Engagement und setzten zahlreiche vielfältige und spannende Projekte um. Hier ein Überblick über einige Highlights:

  • Zahlreiche Medaillen wurden am World Cheese Award für unseren Verein gewonnen. Eine besondere Freude war der Sieg der Käserei Vorderfultigen, einem regio.garantie-Betrieb aus dem Naturpark Gantrisch.
  • Das Cheesefestival in Bern fand im Rahmen des World Cheese Awards erstmals auf dem Gelände der Bernexpo statt.
  • Die Webseiten unserer Regionen verzeichneten rund 2,6 Millionen Besuche.
  • Die Zahl der Follower in den sozialen Medien – Facebook, Instagram und LinkedIn – liegt mittlerweile bei über 70'000 Personen, und über die verschiedenen regionalen Newsletter erreichten wir rund 300'000 Empfängerinnen und Empfänger.
  • Regionale Anlässe wie beispielsweise der Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmarkt, das Zürioberland Forum, der Solothurner Chästag, der Thaler Märet oder die Berner Oberländische Herbstausstellung (OHA) lockten erneut zahlreiche begeisterte Besucherinnen und Besucher sowie Produzenten an.

Dies sind nur einige von vielen Massnahmen, die 2025 erfolgreich umgesetzt wurden.

Aus­blick 2026

Im Jahr 2026 steht für uns alles im Zeichen des nationalen Gütesiegels regio.garantie. Unser Ziel ist es, die Bekanntheit des Labels weiter zu steigern und den Konsumentinnen und Konsumenten klar aufzuzeigen, wofür regio.garantie steht: Nähe, Herkunft, Qualität und regionale Wertschöpfung.

Die zertifizierten Betriebe in unseren Regionen leisten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit – mit durchschnittlich weniger als 30 Kilometern Lieferdistanz und rund 25’000 Vollzeitarbeitskräften. Solche Fakten möchten wir 2026 noch stärker kommunizieren, um die Relevanz des Labels sichtbar zu machen.

Gemeinsam mit dem Verband Schweizer Regionalprodukte unterstützen wir die nationale Kampagne zur Stärkung von regio.garantie und verstärken sie in unseren Regionen durch gezielte Massnahmen und eigene Inhalte.

Neben unserer Online-Präsenz sind wir auch an zahlreichen Events vertreten – darunter BEA, LUGA, Cheesefestival oder der Solothurner Chästag –, wo wir das Label direkt zu den Menschen bringen und erlebbar machen.

2026 wird ein Jahr, in dem wir regio.garantie noch stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Packen wir es an!

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